Fußballklubs verärgert; Bürgermeister-Satz stößt sauer auf

Über einen Satz von Bürgermeister André Dora in einem Morgenpost-Bericht zu Sparzwängen für Dattelner Fußballvereine haben sich die Verantwortlichen der Klubs mächtig geärgert.

Dora hatte gesagt, die Stadt müsse von den Subventionen für Sportvereine herunterkommen, denn das sei Geld der Bürger. (Bericht der DMP)

 

„Wir sind keine Schmarotzer“, sagt Klaus Herrmann, Vorsitzender von SW Meckinghoven und Sprecher der Initiative der fünf Klubs, die auf städtischen Anlagen kicken. Investitionen für Vereine seien auch Investitionen für Jugendarbeit, betont Herrmann. Ehrenamtliche Mitarbeiter würden mit einer solchen Aussage brüskiert, deren Arbeit werde nicht gewürdigt.

 

Bürgermeister Dora reagierte überrascht auf den Vereinszorn und fühlt sich missverstanden. „Die Arbeit der Vereine ist uns absolut wichtig“, betont er.

 

Die Nachricht, dass die Stadt von den fünf Vereinen im kommenden Jahr statt der zunächst geforderten 30 000 Euro als Sparbeitrag nur 10 000 Euro sehen will (die Vereine hatten 17 000 Euro u.a. durch Übernahme von Platzpflege angeboten), freute die Klubs natürlich, aber sie vermissen nun Erklärungen der Verwaltung, welche Leistungen des 17 000-Euro-Vorschlags nicht erbracht werden müssen. „Wir können ja nicht nur den halben Rasen mähen“, sagt Herrmann. Überrascht habe die Vereine auch die Aussicht, dass sie ab 2017 jährlich 30 000 einsparen sollen. Bei solchen Summen sehen sich die Klubs überfordert und in ihrer Existenz bedroht.

„Wir haben immer gesagt, dass wir bereit sind, beim Sparen mitzumachen und haben uns bei unserem Vorschlag auch schon krumm gemacht“, sagt Herrmann. Die Vereine fühlen sich schlecht informiert und bitten um ein klärendes Gespräch Anfang Januar. Herrmann hofft, dass dieses Gespräch hilft, „Klarheit in die Sache zu bringen“. „Jederzeit“, sagt André Dora.

 

Das Ziel des Bürgermeisters, Fördergelder von Bund und Land zur Sanierung und Neugestaltung von Fußballanlagen zu nutzen, finden die Klubs klasse. Gleichzeitig wird aber auch kritisiert, dass Nachbarstädte beim Verfolgen des gleichen Ziels wohl schon einen Schritt weiter seien. So plant aktuell beispielsweise der FC 26 Erkenschwick den Bau eines Kunstrasenplatzes mit Fördergeld des Bundes.

 

„Unsere Förderanträge liegen schon in Berlin“, sagt Dora. Er habe das noch nicht öffentlich gemacht, da die Stadt erst abwarten wolle, was aus Berlin zurückkommt, bevor sich Klubs Hoffnungen machen, erklärt der Verwaltungschef auf Nachfrage.

 

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