Pokalhelden erwarten am Donnerstag den TuS 05 Sinsen

Am Tag danach waren die Horneburger Kreispokal-Helden müde vom Feiern. Nach dem 3:2-Sieg über Viktoria Heiden hat die Mannschaft von Trainer Michael Blum eine Woche Zeit zu regenerieren, dann kommt der nächste Westfalenligist. Am kommenden Donnerstag gastiert nämlich der TuS 05 Sinsen im Achtelfinale am Landwehrring. (Bericht der DMP)


Hier jubeln die Pokalhelden. Foto: Dirk Hantrop

Bis nachts um zwölf Uhr hätten die Horneburger ihren Sieg über Westfalenligist Viktoria Heiden am Platz gefeiert, so der Vorsitzende Rolf Buddäus. Er selbst gehört zu denen, die ein Weiterkommen im Vorfeld nicht für ganz ausgeschlossen hielten: „Heiden hatte zwei Probleme“, sagt Buddäus. „Es hatte eine weite Anreise, die Spieler mussten arbeiten. Und die Liga, in der es am ersten Spieltag eine 1:5-Niederlage gab, ist sicherlich wichtiger.“

Auf der anderen Seite hatte er beim SV Horneburg in den vergangenen Wochen einen Schritt nach vorne gesehen. „Seit der Stadtmeisterschaft entwickelt sich die Mannschaft zu einer echten Einheit.“
Zu einer Einheit, die anscheinend Berge versetzen kann, wenn alles passt. Denn der B-Ligist war nicht nur läuferisch und kämpferisch voll da, sondern zuweilen auch technisch. Ilter Kirici, Sherif Sahin oder Isa Gülsen stellten manchmal Dinge mit der Kugel an, die man auf der Gegenseite beim Westfalenligisten nicht so sah.

Das war schon sehr überraschend, auch wenn Heiden bei weitem nicht mit der besten Elf auflief. So fehlte beispielsweise Top-Torjäger Markus Seyer und liefen in Horneburg nur drei Akteure von Beginn an auf, die auch am Wochenende in der Startelf gestanden hatten.

Aus der geschlossenen Mannschaftsleistung der Horneburger konnte man mit einer Ausnahme niemanden hervorheben. Und diese Ausnahme hieß natürlich Isa Gülsen, der alle drei Treffer erzielte. Aber auch alle anderen rackerten permanent für den Erfolg. „Das war eine Topleistung vom gesamten Team“, lobt Trainer Michael Blum. „Auch die verletzten Spieler an der Bank sind voll mitgegangen.“

Auch die Zuschauer, die da waren, gingen voll mit. Nur waren es deutlich weniger als erhofft. 65 hatte Rolf Buddäus gezählt. „Wer nicht da war, hat etwas verpasst“, sagt Horneburgs Vorsitzender. „Und wer jetzt nicht gegen Sinsen kommt, dem ist nicht mehr zu helfen.“

Allerdings darf Buddäus schon vom Gast auf mehr Zuschauer setzen, allein schon, weil Sinsen erheblich näher ist als Heiden. Ob überhaupt ein Gästefan da war, kann auch Rolf Buddäus nicht sagen.

Die Verschnaufpause der Horneburger dauert bis zum Pokal-Achtelfinale an, denn in der Meisterschaft steht Sonntag kein Spiel auf dem Programm. „Nach diesem Pokalfight ist das wohl auch gut so“, so Blum. Er selbst hätte also Zeit, den nächsten Gegner zu beobachten. Denn der TuS Sinsen spielt am Sonntag – bei Viktoria Heiden.

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