Viermal Pfeiffer - Horneburg schlägt VfB Waltrop II

SV Horneburg : VfB Waltrop II 6:0  (1:0)

Bericht der DMP

  

Martin Tegtmeier knallt das Leder nach diesem  Freistoß an den Querbalken. Foto: Dirk Hantrop

Damit hat wohl kaum gerechnet: Der SV Horneburg hat seinem ärgsten Rivalen VfB Waltrop II eine 6:0 (1:0)Packung zugefügt. Danach hatte es in Abschnitt eins überhaupt nicht ausgesehen.


Keine der beiden Mannschaften konnte sich während der ersten 45 Minuten Oberwasser erarbeiten. Torchancen gab es hüben wie drüben bis zur Pause nur wenige. Eine davon nutzte Isa Gülsen nach einer Flanke von Michel Pfeiffer und brachte die Gastgeber vom Landwehrring mit 1:0 in Front (26.). Es entwickelte sich das erwartet hitzige und köperbetonte Nachbarschaftsderby. Schließlich trafen hier einige Ex-Spieler des SV Horneburg, die vor gut anderthalb Jahren zum VfB gewechselt waren, auf ihren ehemaligen Verein. Klar, dass hier ordentlich Pfeffer in der Partie steckte.

Nachdem die Seiten gewechselt waren, bekamen die Waltroper unter der Leitung von Christian Wegener keinen Zugriff auf das Spiel. Die Horneburger von Michael Blum hingegen übernahmen jetzt die volle Kontrolle. Das 2:0 markierte Pfeiffer nach einem sehenswerten Zuspiel von Ilter Kirici (56.).
Eine Situation in Minute 73 brach den Gästen aus der Hebewerkstadt dann das Genick. Horneburgs Gülsen stieg etwas härter gegen Hendrik Benthack ein, was den Waltroper zum Meckern verleitete. Schiedsrichter Erich Heindl zückte daraufhin die Rote Karte gegen den VfB-Kapitän. „Das wird uns in den nächsten Wochen besonders wehtun“, betonte Wegener. Kurz darauf folgte der K.O.-Schlag für die Gäste durch das von Pfeiffer besorgte 3:0 (76.).

In den finalen zehn Minuten setzte das Blum-Team zu einem furiosen Endspurt an, der zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr nötig gewesen wäre. Pfeiffer (82.), Gülsen (88.) und keine 60 Sekunden darauf erneut Pfeiffer schraubten das Resultat auf 6:0 hoch. „Wir haben von der ersten Minute an den Kampf angenommen“, sagte Blum. „Wir hoffen, dass es im Fahrstuhl für uns weiter nach oben geht.“

Der SV Horneburg ist mittlerweile seit zehn Begegnungen ungeschlagen – neun davon entschieden der Tabellensechste für sich.

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