Überraschung am Ostring: Horneburg schlägt Germania

SF Germania Datteln : SV Horneburg  1:3  (1:1)

Bericht der Dattelner Morgenpost


>> Schoss in Summe 2 Treffer für den SV Horneburg, Michel Pfeiffer. Foto: Dirk Hantrop

Lange Gesichter zuhauf. Mit einem Sieg im Lokalderby gegen den SV Horneburg wollten die SF Germania Datteln ihre Spitzenposition in der Kreisliga B 4 ausbauen. Am Ende stand aber eine 1:3 (1:1)-Heimniederlage.

Rolf Buddäus, Vorsitzender des SV Horneburg, hatte den richtigen Riecher gehabt. „Ich rechne mir heute etwas aus“, meinte er kurz vor dem Anpfiff des Derbys im Ostringstadion, „die Jungs treten hier nach fünf Siegen in Folge mit breiter Brust an. Vor sechs, sieben Wochen wäre das noch anders gewesen.“

Die Partie gestaltete sich sehr ausgeglichen. Nach einer knapp zehnminütigen Abtastphase konnte man den Germanen eine Prise mehr Spielanteile zusprechen. Torchancen aber vermissten die Zuschauer eine gute halbe Stunde lang. Bis zur 34. Minute, als Horneburgs Michel Pfeiffer Germanen-Schlussmann Dennis Apitzsch prüfte - und im Gegenzug traf Torjäger Andreas Stolzenberg zur 1:0-Führung für die Platzherren. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel konnte Michel Pfeiffer ausgleichen. Auch, wenn die Germanen eine Abseitsstellung reklamierten.

Nach dem Seitenwechsel tat sich vor den Toren doch eine Menge mehr. Zunächst vor dem der Horneburger. Marco Meermann prüfte SVH-Keeper Christoph Küpper, der mit einer Glanzparade reagierte (58.). Neun Minuten später war er bei einer weiteren Chance von Marco Meermann schon geschlagen, doch Christoph Merten rettete. In der 74. Minute war es Andreas Stolzenberg, der Küpper erneut testete, drei Minuten später stand Apitzsch seinem Horneburger Kollegen bei Tobias Guses Volleyschuss in nichts nach. Zwei Minuten später rettete wieder Merten für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie. „Bei diesen Chancen“, so Stefan Scheuner, der gemeinsam mit Christian Meermann trainiert, „hat der letzte Schritt gefehlt.“

Die Hausherren spielten in den letzten Minuten offener, sie wollten unbedingt den Siegtreffer erzielen. Dadurch wurden sie anfälliger für Konter. Und die nutzten die Gäste effektiv: In der 82. Minute erzielte Sedat Kilicarslan das 1:2, eine Minute später legte Pfeiffer - völlig frei vor Apitzsch stehend - das 1:3 nach.

„Ob ein Remis gerechter gewesen wäre, ist mir heute völlig egal“, strahlte Horneburgs Coach Michael Blum nach dem Abpfiff, „es ist einfach schön, das Derby beim Spitzenreiter zu gewinnen. Und dieser Sieg macht die Liga interessanter.“

Stefan Scheuner seinerseits war erst einmal bedient. Zumal Verfolger SV Herta 1923 Recklinghausen mit 4:6 beim TuS Haltern III verloren hatte. „Das“, so sagte er, „tut doppelt weh.“ Nun ist Teut. SuS Waltrop Datteln wieder (punktgleich) auf den Fersen.


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