Erste Mannschaft knackt Meckinghoven im Derby

SW Meckinghoven : SV Horneburg  2:3  (2:1)

Bericht der Dattelner Morgenpost


>> Es brennt im Horneburger Strafraum, doch SVH-Schlussmann Christoph Küpper kann diesen Schuss von Francisco Ranca noch um den Pfosten drehen. Foto: Peter Koopmann

 

 

Gehofft hatte er es, so richtig daran geglaubt aber nicht. Michael Blum, Trainer des SV Horneburg freute sich nach dem 3:2 (1:2)-Sieg seiner Mannschaft bei SW Meckinghoven wie ein Schneekönig.

„Es ist das allererste Derby, das wir in Meckinghoven gewinnen konnten“, jubelte er nach den 90 Minuten, die erst in der zweiten Hälfte richtig interessant wurden.


Vor dem Seitenwechsel dominierten die Hausherren. „Die ersten 20, 25 Minuten haben wir verschlafen“, so Blum. Und da lagen die Gäste schon mit 0:2 zurück. Bereits in der 6. Minute hatte Fatih Acikgöz die Meckinghover mit 1:0 in Führung geschossen. Sergej Lach erhöhte in der 25. Minute auf 2:0.


Bis dahin lief alles nach Plan für die Gastgeber. Sie hatten die Horneburger, die so gut wie gar nicht zu Offensivaktionen kamen, fest im Griff. So überraschte der Anschlusstreffer in der 29. Minute ein wenig, den Ilter Kirici erzielte. Sergej Lach hatte zehn Minuten später die riesige Chance, Meckinghovens Führung wieder auszubauen, traf aber das leere Tor nicht. So wechselten die Mannschaften beim Stande von 2:1 die Seiten.


Dann zeigten die Horneburger plötzlich ihr Kämpferherz. „Genau dies haben wir in der Pause angesprochen“, sagte Paul Preuth, der gemeinsam mit Tim Weber, die Meckinghover trainiert, „aber anscheinend hat niemand zugehört.“ Denn die Platzherren hatten den Horneburgern nicht viel entgegenzusetzen. So fiel das 2:2 durch Marvin Peterlin (55.) nicht von ungefähr.


Vielleicht wäre die Partie noch einmal anders verlaufen, wenn Stephan Ludwiczak seinen Foulelfmeter - zuvor hatte SV-Torwart Christoph Küpper Fabian Schmülling gefoult - nicht neben den Pfosten geschossen hätte (60.). Vielleicht auch, wenn Acikgöz seine riesige Chance in der 72. Minute genutzt hätte. So aber verwertete Peterlin eine der zahlreichen Möglichkeiten der Gäste zum 2:3-Endstand (86.).


„Wir sind alle sehr enttäuscht“, so Preuth nach der Niederlage. Blum war’s egal. „Wir haben uns diesen Sieg schwer erkämpft“, sagte er, „aber er war verdient.“

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