Hoffnung für Horneburgs Halle

Horneburgs Sporthalle - Baujahr 1966. Foto: Kalthoff
Horneburgs Sporthalle - Baujahr 1966. Foto: Kalthoff

Seit Herbst 2013 ist die Horneburger Sporthalle wegen eines Dachschadens geschlossen. Jetzt will die Stadtverwaltung das Problem lösen, hat dem SV Horneburg, der die Halle als Pächter übernehmen möchte, Entgegenkommen signalisiert. (Bericht der Dattelner Morgenpost vom 10.05.2014)

 

Die Sanierung würde aus der Stadtkasse bezahlt. Doch saniert wird erst, wenn geklärt ist, wer künftig für die laufenden Kosten aufkommt. Die sollen zuletzt bis zu 9 700 Euro betragen haben. 

So viel Geld könne der SV Horneburg nicht aufbringen, sagt Vereinsvorsitzender Rolf Buddäus. Aber etwa ein Drittel. Den Vorschlag hatte er der Stadtverwaltung vor Wochen unterbreitet.

Freitag gab es wieder ein Gespräch beim Bürgermeister, der will die Sache nun durchrechnen lassen. Bislang hatte es aus dem Rathaus stets geheißen, die Stadt müsse die Betriebskosten komplett loswerden. Eine Vorgabe der Kommunalaufsicht. Doch jetzt reicht der Stadtspitze offenbar auch ein Zuschuss der Vereine zu den Betriebskosten.

Abzuwarten ist, ob den Finanzwächtern der Betrag ausreicht, den die Stadt so einspart. Zuvor müsste auch der Stadtrat den Plan absegnen.

Der SV Horneburg braucht die Halle für seine Volleyballer, Gymnastikgruppen sowie im Winter für die Fußballer. Außerdem soll die Halle an andere Vereine und Gruppen vermietet werden. Unter anderem an den Tischtennis-Club Horneburg, der wegen der Hallenschließung massiven Mitgliederschwund beklagt. Auch das Förderschulinternat, die Diakonie und andere Gruppen nutzten die Halle bislang.

Sie alle sollen möglichst bald zurückkehren können – und sich an den Kosten beteiligen. Felix Wutschka, Geschäftsführer des SV Horneburg, geht davon aus, dass die Mitgliedsbeiträge wegen des Hallen-Pachtvertrags sowie der ebenfalls geplanten Übernahme der Fußballplatzanlage nicht angehoben werden müssen.

In der Halle will der SV Horneburg auch Hausmeistertätigkeiten, kleinere Renovierungsarbeiten und das regelmäßige Säubern übernehmen und so einen weiteren Sparbeitrag leisten.

Nächste Woche Mittwoch will sich Buddäus gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Bauverwaltung die Halle ansehen – zwecks Schadensanalyse. Ursprünglich hatte die Stadt mit Sanierungskosten von 190 000 Euro gerechnet. Mittlerweile glaubt man, dass das auch günstiger zu machen ist.

Der Entwurf eines Pachtvertrags soll „vor Juli“ fertig sein, hat der Bürgermeister angekündigt. Der Politik solle die Angelegenheit „kurzfristig“ zur Entscheidung vorgelegt werden, sagt Stadtsprecher Dirk Lehmanski auf Nachfrage. Wann genau, weiß er noch nicht.

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